Der Medienaperitif ist unser jährlicher Fortbildungsnachmittag für Pädagoginnen und Pädagogen, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sowie Tätige aus Kinder und Jugendarbeit, in dem wir konkrete Projektideen vorstellen, die sich möglichst einfach und sinnvoll in ihre Arbeit mit Jugendlichen integrieren lassen. In verschiedenen Workshops oder in Form von kurzen Impuls-Vorträgen bekommen Sie jenseits von Alltagshektik und Schultrubel Anregungen in kompakter Form.

Unser Medienaperitif am 6. Oktober 2021

Desinformation ist kein neues Phänomen. Aber das Internet und insbesondere Social Media haben dazu beigetragen, dass sich bewusste Falschinformationen schneller, einfacher und weiter verbreiten lassen. Die Pandemie und die damit einhergehende “Infodemie” haben diese Entwicklung verstärkt. Kinder und Jugendliche nutzen Medien wie YouTube und TikTok bekanntlich eifrig und sind hier vor die Aufgabe gestellt, Informationen richtig einordnen zu können. Wie können wir sie für das Thema sensibilisieren und dabei unterstützen, Informationen zu prüfen? Diesen Fragen gehen wir beim Medienaperitif mit diesen Referentinnen nach:

Ann-Kathrin Horn ist freie Journalistin und Koordinatorin des Köln-Netzwerks von „Lie Detectors“. Dieses Nachrichtenkompetenzprojekt bildet Schulkinder im Alter von 10 bis 15 Jahren in Europa zu kompetenten “Lügendetektoren” und kritischen Denkern heran. In ihrem Impuls gibt Ann-Kathrin Horn Erklärungen, warum es überhaupt „Fakes“ gibt, wie sich diese erkennen lassen und wer aus ihnen Profit schlägt. Von journalistischen Kniffen bei der Recherche, die sie zeigen wird, profitieren Lehrende und Lernende in allen Bildungsbereichen. Wir lernen praktische Beispiele kennen, die sich z.B. im Unterricht umsetzen lassen.

Judith Kunz ist Politikwissenschaftlerin und bei der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter e.V. (FSM) für das Projekt „weitklick“ verantwortlich, dessen Ziel es ist, Lehrende dabei zu unterstützen, das Thema Desinformation im Unterricht zu behandeln. Zielgruppe sind Lehrende an weiterführenden und berufsbildenden Schulen. In ihrem Beitrag wird sie anhand einzelner Beispiele von Falschnachrichten kurze praktische Übungen anbieten. Außerdem erfahren wir, wo weitere Informationen und Lernmaterialien zum Thema Desinformation zu finden sind und diskutieren Tipps und Ideen für die Behandlung im Unterricht.

Raphaela Müller ist medienpädagogische Referentin am JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis. Bei ihrer Arbeit stehen die Demokratie- und Medienkompetenzförderung sowie die Stärkung der Perspektiven von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen und deren Medienhandeln im Vordergrund. Sie stellt das Projekt "TruthTellers…trust me, if you can?!?” vor. Dieses Projekt ergänzt die Methoden des Fakten-Checks um die Sensibilisierung für die Kraft des Erzählens. Was ist Wahrheit? Wie erkennen wir Verschwörungserzählungen? Was ist „Emotional Engineering“? Durch ihren Beitrag widmen wir uns der Stärkung des skeptischen Blickes für Manipulationsversuche.

 

06.10.2021
15:00 bis 18:00 Uhr
Online via Webex
Kosten: € 10,-
Anmeldung bis 30.09.2021

 

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