Wenn Jugendliche in die Pubertät kommen, steigt ihr Interesse an der Online-Kommunikation meist enorm. An erster Stelle steht der Kontakt zu den Peers. Die Reflexion über das, was ich wem von mir preisgeben will und wo die Grenzen liegen, ist für sie in der Regel nebensächlich.

In unserem Projekt "Netzfreu(n)de - Sensibel im Social Web" möchten wir Jugendliche zum Nachdenken anregen. Sie sollen ihre eigenen Grenzen erkunden und entscheiden, wer welche Informationen über sie erhalten soll. Dabei erfahren sie aber auch, dass es nicht immer in ihrer Macht steht, in welche Hände ihre Daten gelangen und wie diese verwertet werden. Die Jugendlichen erarbeiten in der Gruppe, was besonders sensible Daten sind, die sie im eigenen Interesse nicht veröffentlichen sollten. Ganz ohne die Preisgabe eigener Daten funktioniert ein Soziales Netzwerk aber nicht. Daher steht auch die Beschäftigung mit den  - teilweise schwer zu durchschauenden - Einstellungen der Privatsphäre auf dem Programm.

Jugendliche können auch moralische und juristische Grenzen überschreiten, wenn sie allzu unbedacht Soziale Netzwerke nutzen. Deshalb ist es wichtig, sich mit den möglichen Konsequenzen (z.B. für die Opfer von Cybermobbing) zu befassen und den rechtlichen Rahmen (Urheber- und Persönlichkeitsrechte) zu kennen. Auch Gespräche zu diesen Themen sind Teil des Projekts, die wir durch Filme, Fallbeispiele und Gruppenarbeit unterstützen und anregen.

 

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